Die beiden beruflichen Schulen BS20 und BS05 fusionieren, die Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) startet und Azubi-Wohnen sowie eine weitere Berufsschule befinden sich in der Planung. In diesen Planungsprozess werden für den zukünftigen Standort Brekelbaums Park seit September 2019 mit den unterschiedlichen Akteuren der beteiligten Bildungseinrichtungen sowohl das Lernen in der Zukunft als auch die Anforderungen an Räume und Flächen erörtert.

Der Zukunftstag findet statt:
Datum:
Donnerstag, 30. Januar 2020
Uhrzeit:
8.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Ort:
Berufliche Schule City Nord BS28
Tessenowweg 3
Hamburg
(Erreichbarkeit über die U-Bahn Sengelmannstraße oder S-Bahn Rübenkamp)
Download Einladungflyer: Einladung zum Zukunftstag.pdf

Am Vormittag werden zehn Workshops mit Impulsen von Gastreferenten/innen stattfinden. Die Workshops dienen dazu, sich von Erfahrungen und Kenntnissen Dritter inspirieren zu lassen, über Leitfragen ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen und Ansichten auszutauschen und sich dadurch kennenzulernen bzw. zu vernetzen. Die Workshops finden in zwei aufeinanderfolgenden Zeitblöcken am Vormittag statt und wiederholen sich thematisch.  Am Nachmittag geht es an Thementischen um die Diskussion von Räumen und Flächen am Brekelbaums Park.

Überblick über die Workshops am Vormittag:
1. “Kompartment”: In den neuen Räumen können wir das Lernen anders organisieren
Die Räume der BS28 sind neu gebaut, u. a. mit drei echten Kompartments mit ca. 500 qm Fläche. Im 2. OG wollen drei Kolleginnen und Kollegen die Vielfalt an Flächenfunktionen, die auch eine Veränderung für die Lern- und Arbeitsprozesse ermöglichen, im Unterrichtalltag beschreiben. Der Workshop findet auf genau einer solchen Fläche statt. Beschrieben werden didaktische Bausteine sowie Erfahrungen mit der praktischen Umsetzung einer veränderten Organisation von Lernen.
Impuls: Susanne Schulze, Björn Eisenschmidt und Kim Kunde, BS 28

2. Neue Räume – neue Lernformen
Michael Niess ist Schulleiter der Berufsbildenden Schule Westerburg. Als „Bündelschule“ mit 2700 Lernenden und über 140 Lehrkräften vereint sie die Bereiche Gewerbe und Technik, Hauswirtschaft und Soziales sowie Wirtschaft und Verwaltung unter einem Dach. Herr Niess berichtet über die Schulentwicklungsprozesse und die aktuelle Lernpraxis mit den Schwerpunkten „offene Lernebenen“, „Arbeit in Lehrerteams“ und „Flexibilisierung von Unterricht“.
Impuls: Michael Niess, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Westerburg

3. Lernen aus Sicht der Neurowissenschaften (keine Plätze mehr verfügbar)
Prof. Dr. Simone Kühn gibt Einblicke in das Gehirn: “Wann „funken“ die Synapsen wirklich? Welche Gedächtnissysteme arbeiten wie?“. Nach einer Einführung in die Grundbegriffe physiologischer Abläufe folgt die gemeinsame Erörterung positiver und negativer Einflussfaktoren auf das Lernen und die Frage nach passenden Lernumgebungen.
Impuls: Prof. Dr. Simone Kühn, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 4. Perspektiven auf die Zukunft aus der Wirtschaft
Nach einer kurzen Einschätzung der Ausbildungssituation in Betrieben bzgl. der relevanten Bildungsgänge liegt der Fokus auf den künftigen Herausforderungen hinsichtlich der Ausbildungssituation in den Betrieben: Mit welchen arbeitsweltlichen Anforderungen werden Auszubildende in den nächsten fünf bis zehn Jahren konfrontiert sein? Welche Basiskompetenzen, Medienkompetenzen oder auch Zusatzqualifikationen werden künftig erforderlich sein? Und welche Empfehlungen für die Gestaltung und Ausstattung von Lernumgebungen leiten sich daraus ab?Impuls: Dr. Alexander Geisler, Geschäftsführer des Zentralverbandes Deutscher Schiffsmakler e.V. und Uwe Richter, Ausbildungsleiter, Kühne + Nagel AG & Co. KG

5. Der künftige Schulstandort im Blick
Die neuen Gebäude, die auf dem Grundstück am Brekelbaums Park entstehen, bilden ab 2025 gemeinsam mit den bestehenden Schulen der BS01, BS02 und BS10 einen großen Berufsschulcampus im kleinen Stadtteil Borgfelde. 9.500 Studierende, Schülerinnen und Schüler in 30 Ausbildungsberufen lernen und studieren künftig auf einer Fläche von über 50.000 qm. Welche Auswirkungen hat diese Standortentwicklung für den Stadtteil? Welche Rolle spielt der Stadtteil für den Campus bzw. im Schulalltag?
Impuls: Vertretung des Bezirksamtes Hamburg Mitte

6. Pädagogische Architektur in Zeiten der Digitalisierung
Die Entwicklung innovativer Nutzungskonzepte, zukunftsorientierter Energiestandards und flexibler Raumstrukturen, die den jeweiligen pädagogischen Anforderungen gerecht werden, setzt innovative Ansätze und die Kenntnis aktueller Entwicklungen und Trends voraus. Christian Auerbach konkretisiert dies am Beispiel geförderter Pilotprojekte, die conceptk bei der Umsetzung begleitet hat.
Impuls: Christian Auerbach, conceptK, Regensburg

7. Raum für Inklusion – ein Perspektivenwechsel für die Schulentwicklung?
Mit der Umsetzung von Inklusion in der Berufsausbildung ist ein Perspektivenwechsel verbunden. Die Ausgestaltung von inklusiven Lernsettings mit Lernformen, die individualisiertes Lernen ermöglichen und die Arbeit in heterogenen Lerngruppen als gewinnbringend erfahrbar machen, verlangt entsprechende Rahmensetzungen und Gelingensbedingungen. Dies schließt eine entsprechende Gestaltung der Lernräume mit ein. Der Workshop ermöglicht, ausgehend von Leitlinien für eine inklusive Berufsausbildung, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Eckpunkte für die Ausgestaltung einer Schule für Alle festzuhalten.
Impuls: Prof. Dr. Ursula Bylinski, Jeanne Lengersdorf M.Ed., Fachhochschule Münster, Institut für Berufliche Lehrerbildung

8. Fusionsprozess und Bau verbinden – Herausforderungen und Chancen
Am Beispiel des Fusionsprozesses der H17 und G20 zur jetzigen BS07 und den darauffolgenden Raumplanungen werden Herausforderungen erläutert und relevante Themenaspekte gemeinsam vertieft zu Fragen wie: Welche Argumente waren für die Entscheidung zur Raumstruktur “Cluster“ sowie für den hohen Anteil an Transparenz (Glas) relevant? Welche Schritte sind nun für Entwicklung von Unterricht auf den neuen Flächen wichtig? Und was bedeutet die Raumstruktur inklusive der Teamstationen auf den Lernebenen für die Zusammenarbeit der Kolleginnen und Kollegen?
Impuls: Bernhard Schnitzler und Lars Gerken, Schulleitung BS07

9. Individuell lernen und gemeinsam arbeiten
Zeitgemäßes, zukunftsorientiertes und nachhaltiges Lernen braucht in der digitalen Welt veränderte Organisationsformen. Informations- und Kommunikationsmanagement verändert sich, ebenso die Formen der Zusammenarbeit. Wie kann anschlussfähiger Wissenserwerb und ganzheitliche Kompetenzentwicklung in heterogenen Lerngruppen gelingen? Wie sieht Lernfeldarbeit in digitalen Zeiten aus und wie können Lernräume dafür gestaltet werden?
Impuls: Daniela Lund, Hauptseminarleiterin, Landesinstitut Hamburg

10. Aussichten auf künftige Mobilität rund um den Campus
Pädagoginnen und Pädagogen können jungen Menschen zeigen, dass klimafreundliche Mobilität nicht weniger Komfort und Nachteile bedeuten muss, sondern individuell gestaltet sogar Vorteile für Klima und Mensch bieten kann. Katja Diehl lädt ein, Mobilität anders zu denken, Stadtraum, ländlicher Raum, besondere Anforderungen an Mobilität und gesellschaftliche und klimarelevante Aspekte für zukunftsfähige Konzepte mitzudenken. Eine neue Schule, die von Grund auf konzipiert wird, bietet die Chance, frei zu denken.
Impuls: Katja Diehl, She Drives Mobility – Kommunikation und Beratung

Wir bitten um Anmeldung zum Zukunftstag bis zum 20.01.2020 sowie eine Auswahl von zwei bevorzugten Workshopthemen über das Anmeldeformular:

ANMELDEFORMULAR

Wir möchten darauf hinweisen, dass während der Veranstaltung Fotoaufnahmen und ggf. Tonaufnahmen zur Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden.